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Die Nachbehandlung

Wie geht es nach der Operation weiter?

Die Erholung nach der Operation erfolgt meist sehr rasch. Schon nach 12–24 Stunden dürfen Sie sich aufsetzen oder die ersten Schritte wagen. Dabei helfen Ihnen erfahrene Pflegekräfte. Es ist wichtig, sich möglichst bald wieder zu bewegen, auch wenn es noch schwerfällt und Schmerzen bereitet. Aber nur so können Sie Venenthrombosen oder eine Lungenentzündung vermeiden. Zum Schutz der Lunge dient auch eine regelmäßige Atemgymnastik, die Ihnen das Pflegepersonal zeigen wird.

Zum gleichen Zeitpunkt wie die Mobilisation bekommen Sie auch bereits das erste Mal etwas zu essen und zu trinken. Die Funktion der neuen Niere wird stündlich an der Urinausscheidung überprüft, außerdem messen die Ärzte regelmäßig den Gehalt von Salzen (Natrium und Kalium) im Blut.

Machen Sie sich keine unnötigen Sorgen, wenn Ihre Niere in den ersten Tagen noch nicht die gewünschte Leistung bringt. Dies liegt meist an einer vorübergehenden Schädigung durch die Lagerung der Niere außerhalb des Körpers. Manchmal kann es einige Stunden bis Tage dauern, bis die neue Niere anfängt zu arbeiten.

Da bei der Operation Hautnerven durchtrennt werden müssen, kann es zu – oft monatelangen – Gefühlsstörungen der Haut um die Operationswunde kommen. Diese Störungen sind ungefährlich. Die Heilungsphase bis zur Entfernung der Hautklammern oder -nähte dauert etwa 10 Tage, insgesamt muss mit einem Krankenhausaufenthalt von etwa 3 Wochen gerechnet werden.

Wichtig ist: Die Zeitspanne, die das Transplantat braucht, bis es anfängt zu arbeiten, sagt nichts über seine zukünftige Funktion aus!

Mehr zu den Themen Nachbehandlung und Nierenfunktion, Abstoßung, Kontrolluntersuchungen und Medikamenteneinahme erhalten Sie in den untenstehenden Artikeln.